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Arbeitsgruppe gemeinsam - landwirtschaften

 

 

 

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Nächstes Treffen der Arbeitsgruppe „gemeinsam landwirtschaften“

Termin: Donnerstag, den 9. September 2010
Zeit:
18.30 Uhr
Ort:
in Gänserndorf/ Süd

Alle Interessierten sind herzlich zum Treffen eingeladen.

Bitte um Anmeldung unter: office@ochsenherz.at

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8. Arbeitsgruppentreffen am 16.8.2010:
Unser achtes Arbeitsgruppentreffen fand im Kultur.Zeit.Raum/ Forum Anthroposophie in Wien statt. Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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7. Arbeitsgruppentreffen am 12.7.2010:
Unser siebentes Arbeitsgruppentreffen fand in der Gemeinschaftsraum der Siedlung Lebensraum in Gänserndorf/ Süd statt. Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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6. Arbeitsgruppentreffen am 14.6.2010:
Unser sechstes Arbeitsgruppentreffen fand im Forum Anthroposophie in Wien statt.
Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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5. Arbeitsgruppentreffen am 10.5.2010:
Unser fünftes Arbeitsgruppentreffen fand in der Siedlung "Lebensraum in Gänserndarf/Süd statt.
Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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4. Arbeitsgruppentreffen am 12.4.2010:
Unser viertes Arbeitsgruppentreffen fand im Forum Anthroposophie in Wien statt.
Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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3. Arbeitsgruppentreffen am 8.3.2010:
Unser drittes Arbeitsgruppentreffen fand in der Ökosiedlung Gänserndorf/ Süd statt.
Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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2. Arbeitsgruppentreffen am 2.2.2010:
Unser zweites Arbeitsgruppentreffen fand in Wien im Restaurant Dreiklang statt.
Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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1. Arbeitsgruppentreffen am 17.12.2009:
Unser erstes Arbeitsgruppentreffen fand in der "Lebensraum"siedlung in Gänserndorf/Süd statt. Das Protokoll der Arbeitsgruppe als pdf download >>

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Vortrag zum Thema CSA von Wolfgang Stränz vom 29.11.2009

am Ochsenherz Gärtnerhof eine Vortragsmitschrift:

 

 

CSA - Modell am Buschberghof

 

  Geschichte:
Die Entstehung bzw. der Landerwerb ist der glücklichen Fügung einer Schenkung zu verdanken von
Familie Loss (1968), seit 1968: Gemeinnützige Landbauforschungsgesellschaft Fuhlenhagen. Zur Entstehung dieser CSA waren ausschlaggebend die klassischen „Absatzprobleme“ und die bekannte Problemsituation der Landwirtschaft. Mehr dazu siehe Homepage: www.buschberghof.de

Gegenwart:
Der Buschberghof versorgt mit einem vollen Produktsortiment rund 90 Familien. Davon leben derzeit
44 Menschen am Hof: 11 Kinder, 12 zu betreuende Menschen, 3 Altenteiler, Zivildienstleistende, Lehrlinge der staatlichen und freien Ausbildung, Praktikanten, Gehilfen und 7 Verantwortliche Menschen in Sozialarbeit, Haushalt, Landwirtschaft, Gärtnerei und Verarbeitung.

Alle Beteiligten sind Mitglieder einer Wirtschaftsgemeinschaft, wobei die am Hof lebenden Menschen
keine zahlenden, die rund 300 „externen“ Menschen zahlende Mitglieder sind.

Für die Bewirtschaftung sind selbstständige Landwirte aktiv. (2 Jahre im Angestelltenverhältnis, im 3.
Jahr Entscheidung hinsichtlich Verbleib, dann Wechsel in eine Art „Freiberuflicher Bauer“). Diese Landwirte haben teilweise auch Land eingebracht.

Figures & Facts:
Gesamtgröße des Betriebes: 101 ha, 7 ha Wald, 8 ha Hoffläche, Wege, Hecken, Brache Landwirtschaftliche Nutzfläche: 86 ha (LN), arrondiert 50 ha
29 ha Dauergrünland, 57 ha Ackerland Bodengüte: 35 - 55 Bodenpunkte, sandiger Lehm (sL) - lehmiger Sand(lS). Für jeden Menschen steht ein 1/4 Hektar (1 Morgen Land, 2500m²) als Lebensgrundlage zur Verfügung.

Betriebskonstrukt:
Als Eigentümer tritt die „Gemeinnützige Landbauforschungsgesellschaft Fuhlenhagen“ auf. Stränz spricht von „Gemeinnütziger GmbH“, die es so in Österreich nicht gibt. Diese hat steuerrechtliche Vorteile, man arbeitet „pauschaliert“ und schaut, dass man keinen Gewinn macht. Diese GmbH übernimmt auch die anfallenden Reparaturen.

Als Bewirtschafter des Hofes tritt die „Landwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Buschberghof“ auf.
Es gibt einen Verantwortlichen für Landwirtschaft (Karsten Hildebrandt), für die Gärtnerei (Axel Iser), für die Wirtschaftgemeinschaft (Wolfgang Stränz) und die Sozialarbeit (Patricia Riederer).

Gelebtes Modell:
Es gibt einen Wirtschaftsplan, der jährlich erstellt wird. Den Etat berechnen die Landwirte für den
Betriebs- und Eigenbedarf unter Berücksichtigung sozialer Belange.

Die genannte Summe wird von den zahlenden Mitgliedern aufgebracht. Die Idee ist zum einen die der „Vorfinanzierung“ (was bezahlt ist, kann verteilt werden), zum anderen wird das produziert, was auch benötigt wird. Die Jahressumme beträgt derzeit 330.000 Euro verteilt auf 300 Menschen.

Auf verbindliche Richtsätze in Sachen „Mitgliederbeitrag“ wird verzichtet, der fixe Betrag ergäbe
eine „Art des Billigrechnens“, so dass deshalb jede/r für sich die Höhe des Beitrages entscheiden soll. Dazu müssen die Mitglieder die Zahlen kennen. Nur für besonders Phantasielose gibt es einen Richtsatz (140 Euro im Monat für Erwachsene, 70 Euro für Kids). Wenn die benötigte Summe nicht erreicht wird, lässt man Kreativität walten. So verzichtet man auf eine Schlachtung, die Tiere werden verkauft, der Erlös kommt in die Kassa und es gibt halt weniger Fleisch für den Eigenbedarf. Aber wie immer im Leben, gibt es gute Jahre (mit kleinen Überschussen für Feste) und schlechte Jahre (strukturelle Veränderungen bzw. Mitgliederschwund durch Scheidung, pubertierende Kinder, neue Essgewohnheiten)

Aus finanziellen Gründen wird niemand abgelehnt. Auf freiwillige Mitarbeit als Ausgleich zur fehlenden finanziellen Potenz versucht man lieber zu verzichten. Stränz zeigt sich davon weniger
angetan (Frage der Organisation, eher Störung im Betriebsablauf).

Durch CSA und durch die Betrachtung, den Hof als Gesamtorganismus aufzufassen, ist nicht die Rentabilität einzelner Betriebszweige interessant, sondern der Betrieb als Ganzes steht im Vordergrund und somit der Erfolg des gesamten Betriebes. Man könnte also sagen:" Obwohl alle Betriebszweige in sich unrentabel sind, ist der Hof trotzdem seit über 20 Jahren erfolgreich."

Aus der Geschichte heraus widmet sich ein Teil der Sozialarbeit (Therapeutisches Lebens- und
Arbeitsgemeinschaft). Laut Stränz steht dieser aber nicht im (wirtschaftlichen) Vordergrund. An erster Stelle steht die Landwirtschaft, die „selbst tragend“ sein soll. Zitat: „Betreuung ja, aber nur in dem Umfang, wie es die Situation erlaubt.“

Was innerhalb der üblichen Agrarförderungen möglich ist, wird lukriert. Man hirnt sich aber keine
Projekte aus, die förderungswürdig wären.

Einblick in den Ablauf:
Es wird ein Jahres-Vollsortiment erzeugt (Ausnahme: Essig, Öl – daran arbeitet man, Ölfrüchte – und
Luxuslebensmittel). Die in Gruppen oranisierten externen Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft erhalten gemeinsam die ihnen zugewiesene Menge an Lebensmitteln in „Großkisten“ an bestimmten Knotenpunkten. Diese Kleingruppen organisieren den Wirtschaftsprozess selbständig und verteilen die Produkte untereinander örtlich und nach ihrem Bedarf.

Vorteil ist, dass sich die Leute der Kleingruppen durch diese Art der Verteilung gut kennen (sozialer
Aspekt). Der soziale Aspekt ist auch eine Art Kontrollinstrument. So wird ein Single, der fünf Brote pro Woche über Monate bestellt, rasch in Legitimationsnotstand kommen.

Aufbau und Entwicklung:
Stränz nannte des Projekt ein „sozioökonomisch erotisches Experiment“ und baute so das Interesse auf. Am Anfang stand der Direktkontakt: Hofkunden, Bekannte, Umkreis, Kommunikation erfolgte
über Mundpropaganda (persönlich, Vorträge, Einladung der Hofladenkunden, Produktverkostungen mit dem Argument: Das kann man nicht kaufen, da muss man Mitglied werden. Interessierte wurden auch gebeten, ihr Wissen wieder an andere weiterzureichen. Natürlich ist es wichtig den Konsumenten nicht nur die Idee zur gemeinsamen Verantwortung zu kommunizieren, sondern auch die Tatsache, dass es im Jänner keine Erdbeeren gibt und nicht alles 7x24 erhältlich ist.

Anfangs wurde die Produktion auf die „neue“ CSA und den „alten“ Vertriebsweg (Hofladen) verteilt.
Nach einem Jahr entschied man sich nur mehr für die Versorgung der CSA und schloss den Hofladen. Die Hofladenkunden hatten die Möglichkeit, auf die CSA-Schiene umzusteigen. Das Angebot nutzten etwa 50 Prozent.

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