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Was verstehen wir unter "gemeinsam landwirtschaften"?
Mit "gemeinsam landwirtschaften" (gela) möchten wir die klassische Trennung von Konsumierenden und Produzierenden aufheben und eine gemeinsam getragene Kulturform, die sozial verträgliche Landwirtschaft möglich macht, entwickeln. Das Vorbild für unser Projekt bietet das bewährte Modell einer Community Supported Agriculture (CSA).

Seit 2008 bieten wir eine Gemüse-Anteils-Kiste an. Von Mai bis Oktober werden die TeilnehmerInnen wöchentlich mit erntefrischem Gemüse versorgt. Ab Herbst 2010 soll es eine zweiwöchentliche Winter-Anteils-Kiste von November bis März geben.

Seit 2009 erarbeiten wir in der Arbeitsgruppe "gemeinsam landwirtschaften" zusammen mit aktiven KonsumentInnen ein erweitertes CSA- Konzept für den Ochsenherz Gärtnerhof (siehe Arbeitsgruppe gemeinsam landwirtschaften).

Weitere Informationen siehe Folder "gemeinsam landwirtschaften" >>

Das Konzept der "gemeinsam landwirtschaften" (Partnerschaft von KonsumentInnen und ProduzentInnen) lehnt sich an die „community supported agriculture“ (CSA) an, die seit Ende der achtziger Jahre vor allem in den USA und in Japan zunehmend Verbreitung findet. CSA basiert auf Ideen des „assoziativen Wirtschaftens“ von Rudolf Steiner und hat seine Wurzeln in der biologisch-dynamischen Bewegung.

Derzeit gibt es in den USA und Kanada bereits etwa 1000 CSA-Betriebe. Grundlage dieses Modells ist das Gewahrwerden des Umstandes, dass Landwirtschaft eine Lebens-Grundvoraussetzung ist und deshalb nicht als bloßes „Geschäft“ betrieben werden sollte. Der Lösungsansatz der CSA´s
besteht darin, eine Form der Landwirtschaft zu entwickeln, in der ProduzentInnen und KonsumentInnen gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich durch eine direkte Zusammenarbeit gegenseitig unterstützen.

In einer CSA verabredet sich eine Gruppe von Menschen mit einer/einem Bäuerin/Bauern, die Lebensmittel für eine Saison zu erzeugen. Die Gemeinschaft finanziert diese Unternehmung im Vorhinein, erhält dafür qualitätsvolle Nahrungsmittel und trägt auch das Risiko von Ernteausfällen (z. B. durch Unwetter, Schädlinge) mit. Ohne den ökonomischen Druck, die Lebensmittelproduktion den Marktgegebenheiten anpassen zu müssen, kann die Landwirtschaft nach ökologischen Kriterien, nach einem Prinzip von Qualität und Vielfalt betrieben werden und auch kleine, nachhaltig wirtschaftende Betriebe können sich entfalten.