Sortenvielfalt & Sortenraritäten

Die Vielfalt an unseren angebauten Kulturen ist groß: circa 80 verschiedene Gemüse- und Kräuterarten, zum Teil in einer Vielzahl von Sorten (z.B. etwa 20 verschiedene Paprika- und Paradeisersorten).

Der OCHSENHERZ Gärtnerhof baut außerdem viele Sortenraritäten an, wie z.B. Erdmandeln, Haferwurzeln, Zuckerwurzeln, Malarbarspinat, Yacon, Knollenziest, Cardy, Physalis, Tomatillo, etc.

Unser Gemüse kannst du im Rahmen einer Mitgliedschaft bei GELA-Ochsenherz beziehen.

Unabhängig von dieser Mitgliedschaft geben wir Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen auch an interessierte HausgärtnerInnen ab.


Wichtige Kriterien bei der Auswahl der von uns angebauten Sorten sind Schmackhaftigkeit und regionale Anbaueignung. Weiters bauen wir Sortenraritäten an, oft fast vergessene Gemüse, die früher bei uns heimisch waren und von ertragreicheren oder besser transportfähigen Sorten verdrängt wurden. Seit 2008 wird, anders als im Erwerbsgemüsebau aus wirtschaftlichen Gründen üblich, Großteils auf den Anbau von Hybridsorten verzichtet. (Lediglich bei Brokkoli haben wir derzeit neben unseren eigenen Selektionen auch noch Hybride in Verwendung).

Einen Überblick über unser Gemüseangebot findest Du in unserem Gemüsekalender. Hier sind auch die Monate, in denen die einzelnen Gemüsesorten geerntet werden, angegeben.

Gemüsekalender als pdf Download

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Essbare Blüten

Die Blüten und Blütenblätter von Duftgeranien, Hornveilchen, Frucht-Salbei, Kapuzinerkresse, Kornblume, Gewürz-Tagetes, Büschelschön, Malve, Phlox, Begonie und Rosen können zu Salaten oder als essbare Dekoration zu jeder Speise verwendet werden.

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Kräuter

das Frühlings- und Sommerangebot:
Basilikum Genovese, Rotes Basilikum, Zitronenbasilikum, Oregano, Majoran, Ysop, Estragon, Liebstöckel, Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Petersilie, Koriander, Dill, Kerbel, Borretsch, Lavendel, Zitronenverbene, diverse Minzen, Bohnenkraut, Schnittknoblauch, Papallo, Winterheckenzwiebel.

Da wir den Kräuteranbau nur im Freiland betreiben, haben wir witterungsbedingt zu dieser Jahreszeit (Herbst/ Winter) keine Kräuter im Angebot.

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Gesammelte Wildkäuter

Mineralstoff-, vitamin- und spurenelement­reiche Wildkräuter mit intensiven Aromen, gesammelt auf den Feldern und in der Umgebung des OCHSENHERZ Gärtnerhofes, essfertig gewaschen, z.B.:

Brennessel (Urtica dioica)

Ein wunderbares, heilkräftiges “Unkraut”, das aromatisch und würzig schmeckt. Die jungen Blätter und Triebspitzen können wie Spinat als Gemüse oder auch roh für Salate und Frischkäse (dann klein gehackt und mit Öl beträufelt – um die Brennhaare zu verlieren) verwendet werden.

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)

Die Blätter des Leimkrauts sind eine Delikatesse und haben einen erbsenähnlichen Geschmack. In Norditalien werden sie gerne zu Risotto verarbeitet.

Hirschhornwegerich (Plantago coronopus)
Die würzigen Blätter des Hirschhornwegerichs sind in der Toskana sehr beliebt und eignen sich roh für Salate oder gebraten als Gemüse.

Einige unserer Raritäten

Andenbeeren

Andenbeeren (Physalis peruviana)

Sie sind ein aus Peru stammendes Nachtschatten-gewächs und mit den bei uns heimischen Lampionblumen verwandt. Andenbeeren haben einen süß-säuerlichen Geschmack, sind reich an Vitamin C, und werden gern als Dekoration von Nachspeisen verwendet; einfach so genossen schmecken sie köstlich; es lässt sich auch eine Marmelade aus Andenbeeren herstellen.

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Erdmandeln (Cyperus esculentus)

Sie gehören zur Familie der Sauergräser und sind eine alte afrikanische Kultur. Erdmandeln werden vor allem in Spanien angebaut, wohin sie im 8. Jahrhundert von den Mauren gebracht wurden. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer mit knolligen Verdickungen. Die Knollen schmecken nach Mandeln und Kokos, sie können roh als Nascherei oder über einen Salat gestreut verwendet werden oder auch kurz angebraten. Auch getrocknet, aufbewahrt und vor dem Verzehr in Wasser eingeweicht schmecken sie gut. In Spanien wird aus ihnen Erdmandelmilch erzeugt. Weitere Verarbeitungsprodukte sind Erdmandelmehl und Erdmandelöl. Die Knollen sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Mineralstoffen.

Knollenziest
Knollenziest (Stachys affinis)

Er ist ein aus Ostasien stammendes Wurzel-gemüse, das heute noch regional im Loiretal, rund um die Stadt Crosne angebaut und daher auch „Crosne du Japon“ genannt wird. Knollenziest gehört zur Familie der Lippenblütler (wie Basilikum und Thymian). Die perlschnurartig geformten Knöllchen erinnern im Geschmack an Schwarzwurzeln oder Artischocken. In Salzwasser für 5 Min. gekocht und danach einige Min. in Butter angebraten und mit Salz und evtl. Muskat gewürzt schmecken sie köstlich. Die Wurzel-knollen können auch roh zum Salat verzehrt werden.

Yacon

Yacon (Smallanthus sonchifolius)

Sie stammt aus Südamerika und wird in den Anden angebaut. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler. Gegessen werden die Wurzelknollen, die einen saftigen, süßen, entfernt an Birne erinnernden Geschmack haben. Yacon enthält einen hohen Anteil an Fructose und ist auch für Diabetiker geeignet.
Die Wurzel noch einige Tage im Licht liegen lassen, dann wird sie süßer. Danach schälen und roh verzehren, als Gemüse dünsten oder in dünne Scheiben schneiden und im Backrohr bei 40°C mit Heißluft für einige Stunden zu Chips trocknen lassen.

Informationen aus dem Skriptum von Susanne Sureth-Steiger