Cardi in Agrodolce &
Cardi con Pangrattato

Ein Rezept von Birgit

Zutaten:

  • Für Cardi in Agrodolce:
  • 4 Stängel Cardy
  • 500 ml Gemüsesuppe
  • 3 EL Olivenöl
  • eine Hand voll Pinienkerne
  • 50 ml Weisswein-Essig
  • eine Hand voll Rosinen
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • Parmesan
  • Für Cardi con Pangrattato:
  • 4 Stängel Cardy
  • 500 ml Gemüsesuppe
  • 40 g Butter
  • 3 Scheiben Weißbrot (mind. vom Vortag)
  • 1 TL Rosmarinnadeln (sicher auch gut mit Thymian)
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • Salz
  • Parmesan

Zubereitung:

Diese Woche reisen wir nach Italien, wo die Kardonen „Cardi“ heissen und gerne auf diverse Arten zubereitet werden. Hier meine Interpretation von zwei Zubereitungsarten. Die eine mollig-rund mit Bröseln und Knoblauch, die andere süß-sauer mit Pinienkernen und Rosinen. Wirklich entscheiden, welche uns besser geschmeckt hat, konnten wir uns nicht. Entscheidet selbst.

Cardi:

  • Die Cardi gut abbürsten unter fliessendem Wasser. Entlang der Seiten mit einem Messer den dünnen Blattrand abschneiden und in 10 cm lange Stücke schneiden.
  • Die Cardi in 500ml Suppe mit dem Fett (in einem Rezept hab ich Butter verwendet im anderen Olivenöl – es gehn auch beide mit Olivenöl) geben und ca. 70 – 90 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Immer mal wieder kontrollieren und eventuell etwas Wasser nachgießen.
  • Dann die Cardi aus der Suppe aus dem Cardi-Suppen-Saft nehmen und zur Seite stellen. Den Saft bei mittlerer Hitze einreduzieren bis ein leicht eingedickter Jus entsteht.
  • Die Cardi auf einem Teller mit einer guten Hand voll Parmesan bestreuen und im Backofen unter dem Grill noch etwas gratinieren.

Für die Variante mit Agrodolce:

  • Pinienkerne in einer trockenen Pfanne anrösten und zur Seite stellen
  • Rosinen in der Pfanne mit dem Essig erhitzen. Den Zucker dazu geben und köcheln bis es etwas eindickt. Mit ein paar EL vom Cardi-Jus abschmecken
  • Das Agrodolce über die gratinierten Cardi gießen und servieren.

Für die Variante mit Pangrattato:

  • Die Weißbrotscheiben ganz klein schneiden oder in einer Küchenmaschine blitzen. Klein gehackten Rosmarin und etwas Salz untermengen und in 2 EL Olivenöl in einer Pfanne knusprig braten. Kurz bevor sie schön braun sind noch eine halbe geriebene Knoblauchzehe untermengen und gut verrühren und noch einen Hauch länger braten..
  • Den eingedickten Jus der Cardi über die gratinierten Cardi gießen und dann mit dem Pangrattato bestreuen und sevieren.

„Agrodolce“ – Heißt übersetzt „sauer-süß“. 
Es gibt in Italien diverse Gerichte, die mit einer süß-sauren Soße verfeinert werden. Manches mal finden sich auch Mandeln, Zwiebeln, Tomaten, Zimt, Sherry, Honig oder ähnliches darin. Aber immer ist es eine Kombination aus Essig mit süßen Elementen. 

„Pangrattato“ – Der „Parmesam der armen Leute“ wird aus altbackenem weißem Brot gemacht und kann mit diversen Kräutern verfeinert werden. Schmeckt super auf Gratins, aber auch zu Pastagerichten und sicher auch mit allem, was bröselige Gesellschaft mag: Karfiol, Fisolen, ….