Liebe Ernteteiler*innen!
Ich lausche momentan einem spannenden, lustigen und zugleich traurigem Hörbuch. Der Schriftsteller und Comedian Martin Frank beschreibt in seinem neuen autobiografischen Werk „Die letzte macht das Licht aus“, wie die letzte Milchkuh seines elterlichen Betriebes den Stall verlässt und damit zu einem von vielen sterbenden Höfen wird.
In Österreich Sterben im Schnitt 9 Höfe am Tag, das sind monatlich 279 und jährlich 3 285 Betriebe. Die Folgen dessen sind gravierend und vielschichtig. Oft resultiert das Sterben kleinbäuerlicher Betriebe in eine stärkere Konzentration der Flächen auf immer weniger, meist industrieller Grossbetriebe. Die Bewirtschaftungsintensität steigt und der Raum für Artenvielfalt und Biodiversität sinkt. Zudem verliert der ländliche Raum an Infrastruktur und lebendigen Sozialstrukturen, Dörfer werden stiller oder schlafen ein.
Auch die Gründe für das Hofsterben sind vielseitig: Fehlende Hofnachfolge in Familienbetrieben, ein steigender Druck auf dem Markt zu konkurrieren, geringe Gewinnspannen, Subventionspolitik, extreme Wetterereignisse u d Ernteausfälle, akkumulierte Schulden…
Gleichzeitig sind viele Junge Landwirt*Innen auf der Suche nach Orten, an denen sie ihre Projekte umsetzten können. Damit eine solche Existenzgründung erleichtert wird und weniger Höfe verschwinden, gibt es ihn Österreich eine Organisation die Höfe und Hofnachfolgende zusammenbringen möchte. Die „Perspektive Landwirtschaft“ soll Perspektiven für Höfe und für diejenigen schaffen die diese bewirtschaftet haben und/oder in Zukunft bewirtschaften werden. Höfe und ihre Nachfolger*Innen können sich über eine Vermittlungs-Platform finden und gemeinsam überlegen wie der Hof weiter bewirtschaftet und belebt werden kann. Dadurch entstehen durchaus auch spannende Mehrgenerationen-Projekte.
Trotz allem werden mit vielen dieser Höfe Existenzängste, ein grosser wirtschaftlicher Druck und viel Verantwortung vererbt. Sie lastet auf den Schultern derer, die diese Höfe am leben halten. Auch wir stehen jedes Jahr vor der Herausforderung als kleinbäuerlicher Betrieb weiter Existieren zu können und genug Menschen zu finden, die unser Projekt unterstützen möchten. Das ist durchaus anstrengend und es macht uns Sorgen. Danke, dass ihr weiterhin dabei seid und uns dabei unterstützt Mitglieder zu finden und zu halten!
Ich wünsche euch einen schönen Sommer und empfehle „Die letzte macht das Licht aus“ von Martin Frank.
Alles Liebe,
Hannah
Viel:
Genug:
Basilikum (Gemüse der Woche)
Salat, süss
Knoblauch
Zwiebel
Karotte
Minze
Winterheckenzwiebel
Schnittlauch
Erdäpfel, speckig
Blumen (stellt euch einen eigenen Blumenstrauss zusammen aus: Strohblume, Strandflieder, Schleierkraut, Trommelstock)!
Ein wenig:
Kräuter:
Drachenkopf
Shiso
Rosmarin
Oregano
Schnittlauch
Zitronenvervene
Zitronenbohnenkraut
Dill
Es gibt diese Woche etwas weniger Gemüse als die vergangen Wochen: Auch unsere Pflanzen haben sehr unter der Hitze gelitten. Einzelne Salatsätze sind eingegangen, andere Kulturen sind im Beikraut versunken oder einfach nicht so schnell gewachsen wie geplant. Im Gegenzug gibt es grad viele tolle Kräuter.
Das Gemüse der Woche ist: Basilikum. Die leckere Gewürzpflanze ist eine gute Grundlage für diverse Pestos. Diese Woche gibt es Zitronenbasilikum und Basilikum Genovese.
Es gibt weiterhin vieeeeel Zucchini! Deckt euch ein! Das Gemüse kann sehr vielseitig verkocht und eingemacht werden!
Wir haben diese Woche wieder Paradeiser und Gurken geerntet. Von beidem gibt es erstmal nur eine kleinere Probiermenge. Es gibt jedoch ab jetzt auch jede Woche mehr!
Es gibt wieder Blumen: Stellt euch einen eigenen Blumenstrauss zusammen aus: Strohblume, Strandflieder, Schleierkraut, Trommelstock)!