Liebe Ernteteiler*innen!
Letzte Woche am Donnerstag hat es den ersten „substantielleren´´ Regen gegeben seit Anfang Juni.
Knappe 16mm (16L/ qm) kamen vom Himmel herunter und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut sich das angefühlt hat. Dabei hat es heftig gestürmt und einiges kam in sehr kurzer Zeit runter. Nichts desto trotz ist die Situation dadurch nicht wirklich entspannter. Anhaltende und dauerhafte Trockenheit, gerade in Kombination mit den hohen Temperaturen, machen nicht nur den Pflanzen zu schaffen, sondern auch uns im Team. Aktuell fällt es dadurch weiterhin schwer Blattgemüse anzubauen, vor allem merken wir es natürlich bei Salaten und ähnlichem. Manche Sätze sind als Jungpflanzen schon eingetrocknet, oder haben lange Zeit gelitten und werden nur langsam größer, andere sind aufgrund von Sonnenbrand fast komplett schlecht geworden. Andere Kulturen sehen nicht so schlecht aus und so fangen wir jetzt Stück für Stück an die Kürbisse zu ernten. Diese Woche gibt’s davon die erste Kostprobe, den Spagetti-Kürbis. Die Melonen sind zum aller größten Teil einfach unglaublich lecker und wir freuen uns sehr diese süße Köstlichkeit mit euch teilen zu können. Alles in Allem wird der Bus dadurch sehr schwer beladen…
Gestern Abend war der Community-Kreis im Solidar Raum und neben Susanna und mir vom Team waren mehr als ein Dutzend andere Menschen vor Ort um über die finanzielle Lage für das Jahr 2026 zu sprechen. Explizit haben wir dabei den Ausblick auf die kommende Saison ausgelassen und uns wirklich nur auf dieses Jahr konzentriert. Vielen Dank für eure rege Beteiligung, eure erbaulichen Worte der Unterstützung und Ideen. Das hat mir persönlich enorm gutgetan, denn manchmal fällt es nicht so leicht die Perspektive so zu erweitern, dass wir über den Ackerrand hinausschauen können. Gerade der direkte Austausch und die Wertschätzung innerhalb der Community zu erfahren ist wahnsinnig wertvoll. Danke dafür! Trotzdem stehen einige Aufgaben bis Ende dieses Jahres an, an denen sich einige Teiler*innen von euch rege beteiligen, denn unsere Kapazitäten sind stark an den Acker hier draußen gebunden und ohne euch schaffen wir das nicht alles. Und trotzdem müssen wir es tun und auch schon den Blick auf 2027 werfen… Der Prozess hat schon begonnen und geht auch in den kommenden Wochen weiter.
Am Mittwoch war erneut ein Filmteam da, diesesmal von der AMA und ich „durfte´´ die GeLa vorstellen. Ich bin sehr gespannt was daraus wird, denn meine Wohlfühlzone ist definitiv nicht vor der Kamera und bestimmt nicht im Rampenlicht. In Kooperation mit der Bio Austria und dem Bio Austria NÖ Award sollen so für Social Media drei kurze Klips entstehen. Denkt dran fleißig für uns zu voten, klingt komisch ist aber so: Jede Person kann einmal am Tag abstimmen! Also seids alle ganz fleißig:
Liebe Grüße aus G-Town,
Johannes
Gemüse der Woche sind unsere Freilandparadeiser. Auf unserem selbstvermehrten Saatgut trägt sie am Etikett den schönen Namen „Evas Croation Heirloom“ – eine alte Sorte aus einem kroatischen Garten und wir bleiben dran, sie weiter zu erhalten. Sie eignet sich wunderbar für Saucen oder auch für Salate. Die lange Trockenheit und Hitze hat ihr doch etwas zugesetzt, also haben sie leider teilweise ein paar Schäden.
Außerdem kommt wieder das erste herbstlich anmutende Spitzkraut zum Markt. Die Erdflöhe meinen es leider nicht so gut mit ihm, deswegen findet ihr das ein oder andere Löchlein. Einfach wegschneiden und den ersten Krautsalat genießen!
Die mitgelieferten Tomatillo eignen sich am allerbesten zum Salsa machen. Mit ein wenig Knoblauch, Chili, Zwiebel und Limette lässt sich der erfrischende Dip schnell herstellen und bereichert jede Mahlzeit!
Es gibt auch wieder jede Menge Basilikum. Teilweise hat er schon geblüht, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Auch dabei wieder Estragon, probiert das leckere gesunde Gewürzkraut doch mal in einer Gazpacho.
Auch diese Woche gibt es viel Wassermelone. Diesmal die rotfleischige Sorte Blacktail Mountain und die gelbfleischige Solopoly. Bringt am besten ausreichend große Tragetaschen/Rucksäcke mit.
Außerdem gibt’s ein paar Honigmelonen – zuckersüß!
Es gibt wieder viele Schmorgurken diese Woche! Die Sorte „Salome“ eignet sich nämlich super für die vollreife Ernte. Dann hat sie eine braune, feste Schale mit Netzstruktur. Die Besonderheit ist, dass sie auch bei Vollreife nicht bitter wird. Sie eignet sich dann noch immer gut für den Frischverzehr (einfach schälen, wenn euch die Schale zu fest ist), kann aber auch sehr gut eingelegt oder geschmort und als Gemüsebeilage verwendet werden. Sie ist wirklich super, lasst euch von ihrem Äußeren nicht abschrecken, sondern probiert sie einfach mal roh, eingelegt oder gegart.