Hofnachrichten

Woche 37

Liebe Ernteteiler*innen!

Endlich hat es mal wieder ein wenig geregnet – auch bei der Ernte, sodass wir die komplett verstaubten und mittlerweile von Wespen bewohnten Gummistiefel und Regenjacken und -hosen wieder ausgraben mussten. Es soll auch noch etwas mehr Wasser herunterkommen, und wir können fast schon hören, wie Pflanzen und Boden aufatmen.

Viele Kulturen, die jetzt gesetzt wurden und über den Herbst wachsen dürfen, freuen sich besonders über etwas kühlere Temperaturen und ausreichend Wasser, vor allem die Salate und Endivien.

Während unsere Freilandparadeiser gerade noch gute Mengen liefern (die reifen Früchte haben sich allerdings weniger über den Regen gefreut), gehen Zucchini, aber auch die Paradeiser und Gurken im Tunnel langsam zur Neige.

Dafür wird es jetzt herbstlich! Beim Hofaktionstag diesen Samstag, 12.9., werden unsere Kürbisse geerntet. Wir bauen jedes Jahr eine Vielzahl verschiedener Kürbissorten an.
Neben diversen Sorten der klassischen Butternut- und Hokkaidokürbisse gibt es dieses Jahr auch wieder den blauschaligen, hokkaidoähnlichen „Blue Ballet“, sowie den grünschaligen „Kabocha“. Während der Butternut zu den Moschus-Kürbissen gehört, zählen letztere mit dem Hokkaido zu den Riesenkürbissen – auch, wenn sie bei uns nicht immer so riesig ausfallen.

Daneben gibt es noch eine große Farben- und Formen-Vielfalt: Von „Futsu Black“ über „Table Queen“, „Flat White Boer“ und den pilzförmigen „Red Turban“ bis hin zum Delicata-Kürbis. Diese Woche schicken wir den gelben Spaghetti-Kübis, der meist besonders früh abreift (s. Gemüse-Info).
Beim Hofaktionstag könnt ihr mit uns gemeinsam die Kürbisse in Großkisten ernten und sicher auch verkosten. Es soll am Samstag übrigens perfektes Erntewetter haben: trocken, aber bei maximal 22 Grad, also nicht zu heiß. Also kommt vorbei und bestaunt die Kürbis-Vielfalt!

Da wir am Hof nicht immer die besten Bedingungen haben, um Kürbisse lang zu lagern (Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und vor allem Mäuse, die schnell herausfinden, wo die Kürbisse liegen), möchten wir dieses Jahr ein paar größere Kürbisverteilungen machen, bei denen ihr euch jeweils mehrere Kürbisse mit nach Hause nehmen könnt, wo ihr sie gut lagern könnt (möglichst trocken, luftig und nicht unter 10 Grad). Starten werden wir voraussichtlich nächste Woche am Naschmarkt (18.9.), genauere Info schicken wir dann noch aus.

Herbstliche Grüße,

Inga

Diese Woche schicken wir viel Gemüse! Der Bus ist randvoll, also greift ordentlich zu!

Gemüse der Woche ist der Spaghettikürbis. Er ist meist einer der ersten, die am Feld abreifen. Der Spaghettikürbis (bei uns die Sorte Filamento) hat ein hellgelbes Fruchtfleisch, das beim Garen in spaghettiähnliche Fasern zerfällt – daher der Name. Die harte Schale wir nicht mitgegessen. Er lässt sich aber einfach zubereiten – als Ganzes oder halbiert kann er gebacken, gedämpft oder auch gekocht werden. Am besten den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen. Dann die Kürbishälften vorbacken, bis das Fleisch weich ist. Die Fasern mit einer Gabel auflockern, dann die Kürbishälften nach Belieben füllen und überbacken. Gute Spaghettikürbis-Rezepte findet ihr z.B. in unserer Rezeptesammlung.

Die Paradeiser (vor allem die im geschützten Anbau) leiden mittlerweile sehr stark unter einem Baumwollkapselwurm-Befall. Wir mussten daher leider sehr viel aussortieren, und es werden immer mehr Larven. Eventuell haben wir welche übersehen, und ihr findet die Räupchen dann in der einen oder anderen Frucht wieder.
Dafür gibt es jetzt jede Menge Freilandparadeiser. Am besten bald verbrauchen, denn die Schale ist dünn, und zum Teil sind sie schon sehr reif. Eignen sich hervorragend zum Einkochen. Viele sind etwas erdig, vor allem jetzt, nach dem Regen. Vor dem Verbrauch einfach einmal gründlich abwaschen.

Heute haben wir auch den ersten Brokkoli geerntet. Dafür, dass die Pflanzen zu Beginn sehr stark von Erdflöhen befallen waren, haben sie sich sehr gut erholt!

Es gibt auch ein paar Kisten mit Köpfen der Sprossenkohl-Pflanzen. Diese werden geköpft, damit die Pflanze mehr Energie in die eigentlichen Kohlsprossen, die seitlich in den Blattachseln wachsen, steckt, und diese größer werden. Die jungen Blätter können auch gut als Gemüse verwendet werden.

Außerdem gibt es reichlich Mizuna (wird zu den Asiasalaten gezählt). Greift zu und verwendet Mizuna auch als Salat, denn unsere Salate aus der Hitzeperiode sind noch immer recht klein und mickrig. Die kürzlich gesetzten freuen sich dafür gerade über Regen und kühlere Temperaturen! Wenn alles gut geht, gibt es also bald wieder mehr.